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1616–1664

L. Vber seines H. Brudern P. GRYPHII Grab.

Andreas Gryphius

Hjer ruht dem keine ruh' auff dieser welt bescheret: Hier ligt der keinmal fiel hier schläfft das hohe Haupt Das für die Kirche wacht hier ist den GOTt geraubt Der voll von GOTT doch nichts denn GOtt allein begeh-

ret. Der wehret Durch Elendt Schwerdt vnd Pest der vnverzagt ge-

glaubt: Dem Gott nach stätter angst hat stätte Lust erlaubt Nach dem jhn Seuch vnd Angst vnd Todt vmbsonst be- schweret.

Dein Bischoff Crossen ach! den GOttes Geist entzündt. Dem an verstandt vnd Kunst man wenig gleiche findt. Vnd deß beredtsamkeit kaum einer wirdt erreichen. In dem die Tugend lebt durch den die Tugendt lehrt

Mit dem die Was sich mit keinem Schatz der Erden läst vergleichen.

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