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Jesu meine Stärcke

Andreas Gryphius

Jesu meine Stärcke Dein Wunder-Wercke Deine Gütigkeit Lobt mein armes Leben

Dich wil ich erheben Heut und jederzeit Das dein Schutz Mich vor dem Trutz

Der verda iten Höllen-Scharen Gnädigst woll'n verwahren. Schleuß mich aus Erbarmen JESU in dein' Armen

Nun der Tag anbricht; Eile von den Sünden Mein Hertz zu entbinden Meiner Seelen-Licht.

Sieh' auf mich Ich bitte dich Rett' aus Angst und Finsternüssen Mein erschreckt Gewissen.

Wende was betrübet (Wo es dir beliebet) Heut in Freud und Lust Das von Furcht und Zagen

Unglück Creutz und Plagen Mir nichts sey bewust; Was ich hab Ist deine Gab:

Die laß vor des Feindes wüten Deine Macht behüten. Herr! der Fürst der Höllen Suchet mich zu fällen:

So durch Lust als Weh. Ach treib seine Tücke List und Gri i zurücke Wo ich geh' und steh

Ich bin dein Du bleibest mein Mich wird nicht Freud Angst und Leiden Jesu von dir scheiden.

Gib daß es gelinge Daß ich was vollbringe Herr! zu deiner Ehr Stärcke mein Beginnen

Leite meine Sinnen Tröste führ und lehr Biß ich werd Von dieser Erd

Wenn mein Ruh-Tag wird ankommen Zu dir eingenommen.

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Jesu meine Stärcke · Andreas Gryphius · Poetry Cove