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1616–1664

I.

Andreas Gryphius

Wje seelig ist der hohe Geist zu schätzen Der deß geschminckten Glückes falsche Pracht Vnd was bethörte Mit sorg vnd kummer freyem Mutt verlacht!

Dem kein verzagen Das Hertz zubricht Den auch kein klagen Noch hohn anficht

Noch Neydt ansticht. Er tritt was alles tritt mit steiffen Herrscht über sich vnd pocht der Menschen Noth Er trotzt was Fleisch vnd Jahre leiden müssen

Er z Er findet in sich Was jener sucht Der stets gleich alß Ich

In schneller flucht Jrr't ohne Frucht. Er hört mit lust wen mancher rühm’t vnd leuget Vnd höhnt den Rauch der stoltzen

Er schaw’t wenn mich ein falscher Sich vmb nach trew der hochbegreißten zeit. Er lib’t nicht Liebe Die Wind vnd dunst

Vnd Seelen hiebe Gibt vor die gunst Der keuschen Brunst. Er schmückt sein gantz mit Ehr geziert Gemütte

Mit nicht gemeinem glantz der Er lern’t Er kenn’t die Was in den Lüfften

Was ob vns schweb; Was auß den klüfften Der grufft erheb' Vnd ewig leb'.

Jhm steht was Er denen nur die sein Verstand erwehlt. Von denen gleiche Seel vnd gunst zu hoffen Vnd Trew die Freund erkiest vnd selten zehlt

Mit den vrtheilet Er lust vnd leidt Was schlegt vnd heilet Was nah’ vnd weit

Vnd Todt vnd Zeit. Ach! könt ich was ich jtzund rühm’ erlangen Ach mein verhängnis was hält mich zu rück? Wenn wird mich doch die süsse Ruh’ vmbfangen?

Die schöne Lust das allerhöchste Glück. Mich würd ergetzen Ein lustig Feldt Vor reichßten

Der Fürsten Zelt Ja Ehr vnd Welt.

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