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Hochzeit-Scherz

Andreas Gryphius

Weil bey Flammenreichen Kriegen Phabus Künste gar erliegen Hat sich unser Freund bedacht Und giebt Büchern gute Nacht.

Wer wolt auch wol hier studiren Wo man nur pflegt einzuführen Leinwand Wolle Korn und Waltz Ochsen Grötzer-Bier und Saltz?

Wie man mir gewiß wil sagen: Hat sich noch für wenig Tagen Der uns Bücher trug hervor Weg gemacht durchs Polnsche Thor

Weil er nichts denn nur Donaten Büchlein wie man ein soll rathen Eulen-Spiegel A.B.C. Hat verkauffet je und eh.

Warum solte denn zum Weben Sich nicht unser Freund begeben? (Wäben schafft uns Brod ins Hauß Bücher kauffen trägt es rauß.)

Wenn zumahl der der ihn lehret Wird von jederman geehret Und die goldne Kunst versteht Dir da nicht nach Brodte geht.

Kan es einer darzu bringen Daß er mag mit Jungfern dingen Wieviel Jahr er lernen soll Basta der befindt sich wol.

Diß Glück hab ich recht vernommen Ist euch jetzt zu Hause kommen Wehrter Freund mein ander Hertz Offt mein Trost in meinem Schmertz.

Ey greifft weil sie kommt gefahren Die Gelegenheit bey Haaren Andre mögen müßig stehn Oder Gassen treten gehn.

Schreckt nicht für den Wäber Körben Wer was redlichs wil erwerben Trägt diß offt mir Körben ein Was zu Fudern kan gedeyn.

Wird die euch soll unterrichten Können recht die Werffte schlichten Wird die Schütz euch läuffig seyn Tragt ihr saubre Faden ein.

Wenn auch das Gezöh recht feste Ey so webet ihr auffs beste Bilder Vögel See und Land Trotz Gevatter Grantzes Hand.

Wolt ihr ausgelernet kriegen Wäbt ein Kindlein in der Wiegen Eine Wöchnerin ins Bett Loßgesagt geht ihr; Ich wett.

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