Herr das du mich hast behütet
Indem Höll und Satan wütet
Daß du mich die Nacht bedeckt
Und mich frey von Ach und Sorgen
Mit den Leben-reichen Morgen
Frölich aus der Ruh erweckt:
Danck ich einig deinen Gnaden
Herr laß ferner mir nicht schaden
Des erhitzten Feindes Gri i;
Gieb das wenn ich streit und walle
Stets in meinen Ohren schalle
Nicht der Welt nur deine Sti i.
Lesch aus Herr was ich getrieben
Was dein Zorn hat angeschrieben
Was aus Frevel ist verübt!
Laß dein mildes Blutvergiessen
JESU! auf die Wunden fliessen
Die mir Schuld und Sünde giebt.
Hilff mir von dem Fall auffstehen
Laß mich rechte Wege gehen
Führe mich auf deinem Pfadt;
Laß was zeitlich mich verschmähen
Mich auf diß was künfftig sehen
Leite mich nach deinem Rath.
Daß wenn ich diß Leben schliesse
Mein Gott ich dich sterbend grüsse
Und aus dieser Erden Weh
In dein' Unschuld Herr verhüllet
Der du das Gesetz erfüllet
In das Reich der Freud' eingeh.