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Eben dergleichen

Andreas Gryphius

Hier bringen wir die Jahr In Ach und Seuffzen zu Hier schmachtet deine Schaar In Arbeit sonder Ruh:

Hier eilen wir durch Zeiten O Herr der Ewigkeiten Nach jenem grossen Tag Den weder Sonnen-Lauff noch Abend schliessen mag.

Was sag ich wir vergehn In dem die Zeit verfällt; Doch werden ewig stehn Die über Zeit und Welt

Hertz Seel und Sinn erheben Und in der Zeit dir leben Der du nach kurtzer Last Uns immer stete Ruh und Lust versprochen hast.

Wol! wol! erhalt mich denn Weil Zeit noch daß ich nicht Hochirrend mich verrenn. Gieb daß ich meine Pflicht

Zu rechter Zeit ablege. Herr segne meine Wege Entzünde mir dein Licht; So fürcht ich nichts ob Tag und Sonne mir gebricht.

Ist höchster GOTT noch mehr Zu bitten hier erlaubt So halt bey reiner Lehr Was deinen Worten glaubt.

Bekehre was verkehret Ni i weg was uns beschweret Verleihe deiner Schaar Nach so viel herber Angst ein lieblich Freuden-Jahr.

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Eben dergleichen · Andreas Gryphius · Poetry Cove