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[Danck sey dir von Hertzen]

Andreas Gryphius

Danck sey dir von Hertzen Daß für Noth und Schmertzen Du mich hast bewahrt! Daß der Höllen Stärcke

Nicht nach meinem Wercke Mit mir hat gebahrt. Jesu daß ihr Stellen Mich nicht können fällen

Das schaffst einig du! Unter deinen Armen Leg' auf dein Erbarmen Ich mich jetzt zur Ruh.

Ob sich Satan reget Und uns Stricke leget Bey der finstern Nacht Wird er deine Lieben

Dennoch nicht betrüben Weil dein Auge wacht. Schau wie tobt der Drache! Führe deine Wache

JESU um mein Hauß. Wann es Gifft herschneiet: Wann er Feur ausspeiet; Lesch' es selber aus.

Daß uns nicht ereile Mit geschwindem Pfeile Ein noch schneller Tod Daß die die voll Trauen

JESU auf dich bauen Dämpffe keine Noth. Weil auch meine Sünden Deinen Zorn entzünden

Ey so bitt' ich dich; Eile nicht zu rächen Groß ist mein Verbrechen JESU rette mich!

Laß mit deinen Schaafen Mich ohn Unheil schlaffen Du getreuer Hirt Hilff die Thüren schliessen

Bey den Finsternüssen Sey du selber Wirth. Daß ich mit dem Morgen Frey von allen Sorgen

Deine Treu erheb'. Biß in deinem Frieden Ich von hier geschieden Und dort ewig leb'.

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