O wahrer Liebe Fewr! Brunn aller gutten Gaben!
O dreymal grosser Gott O höchste Heyligkeit!
O Meister aller Kunst O Frewd die alles Leid
Vertreibt O keusche Taub vor der die Hellen-Raben
Erzittern! welche noch eh denn die Berg erhaben
Vnd eh die Welt gegründt; eh das gestirnte Kleid
Dem Himmel angelegt ja schon vor Ewigkeit
Die zwey die dir gantz gleich von Sich gelassen haben!
O weißheit ohne Maaß! O Gast der reinen Seel.
O wesentliches Liecht! O tewre Gnaden-Quell
Die du den zarten Leib Mariens hast befeuchtet
Ach laß ein Tröpfflin nur von deinem Lebenstaw
Erfrischen meinen Geist! hilff daß Ich doch nur schaw
Ein Füncklin deiner Flam so bin Ich recht erleuchtet.