Skip to content
1640

An Gott den Heiligen Geist

Andreas Gryphius

O wahrer Liebe Fewr! Brunn aller gutten Gaben! O dreymal grosser Gott O höchste Heyligkeit! O Meister aller Kunst O Frewd die alles Leid Vertreibt O keusche Taub vor der die Hellen-Raben

Erzittern! welche noch eh denn die Berg erhaben Vnd eh die Welt gegründt; eh das gestirnte Kleid Dem Himmel angelegt ja schon vor Ewigkeit Die zwey die dir gantz gleich von Sich gelassen haben!

O weißheit ohne Maaß! O Gast der reinen Seel. O wesentliches Liecht! O tewre Gnaden-Quell Die du den zarten Leib Mariens hast befeuchtet Ach laß ein Tröpfflin nur von deinem Lebenstaw

Erfrischen meinen Geist! hilff daß Ich doch nur schaw Ein Füncklin deiner Flam so bin Ich recht erleuchtet.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An Gott den Heiligen Geist · Andreas Gryphius · Poetry Cove