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An einẽ seiner Bekanten/ welcher sich in vnzeitige Ehe eingelassen

Andreas Gryphius

Daß du mein Pœte nun die Musen pflegst zu hassen Durch Weiber List verführt; auch aller Einsamkeit Vnd Keuschheit abgesagt im Lentzen deiner Zeit Vnd dich durch schnöde Lust vñ Gelt bethören lassen;

Meinst Du sey wolgethan ja daß auff allen Gassen Ein jeder nur von dir vnd deinem Glücke schreyt; Schaw daß dirs nicht zu bald von Hertzen werde Leid Daß dein verblender Geist sich jtzt so läst anfassen.

Was deucht dich wenn hernach dir deine Braut vorsingt Das diß Ihr Teller sey der auff dem Tische klingt; Wenn nicht ihr Tahler wer so must du Hunger sterben Wie wird dir seyn zu Mut? du meinst wie möchts geschehn?

Sie liebt mich viel zu sehr sonst pflegets so zu gehn Wenn nicht ein Ehman kan sein eigen Brod erwerben.

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