Wie seelig ist der hohe Geist zu schätzen Der deß geschminckten Glückes falsche Pracht Vnd was bethörte Sinnen mag ergetzen Mit sorg vnd kummer freyem Mutt verlacht!
Dem kein verzagen Das Hertz zubricht Den auch kein klagen Noch hohn anficht
Noch Neydt ansticht. Er tritt was alles tritt mit steiffen Füssen Herrscht über sich vnd pocht der Menschen Noth Er trotzt was Fleisch vnd Jahre leiden müssen
Er zwingt die Pest der grossen Welt den Todt. Er findet in sich Was jener sucht Der stets gleich alß Ich
In schneller flucht Irr't ohne Frucht. Er hört mit lust wen mancher rühm't vnd leuget Vnd höhnt den Rauch der stoltzen Eitelkeit
Er schaw't wenn mich ein falscher Freundt betreuget Sich vmb nach trew der hochbegreißten zeit. Er lib't nicht Liebe Die Wind vnd dunst
Vnd Seelen hiebe Gibt vor die gunst Der keuschen Brunst. Er schmückt sein gantz mit Ehr geziert Gemütte
Mit nicht gemeinem glantz der Weißheit auß; Er lern't warumb die stoltze Welle wütte; Er kenn't die Sternen selbst in jhrem Hauß Was in den Lüfften
Was ob vns schweb; Was auß den klüfften Der grufft erheb' Vnd ewig leb'.
Ihm steht was Welt vnd Himmel zuschleust offen: Er denen nur die sein Verstand erwehlt. Von denen gleiche Seel vnd gunst zu hoffen Vnd Trew die Freund erkiest vnd selten zehlt
Mit den vrtheilet Er lust vnd leidt Was schlegt vnd heilet Was nah' vnd weit
Vnd Todt vnd Zeit. Ach! könt ich was ich jtzund rühm' erlangen Ach mein verhängnis! was hält mich zurück? Wenn wird mich doch die süsse Ruh' vmbfangen?
Die schöne Lust das allerhöchste Glück. Mich würd ergetzen Ein lustig Feldt Vor reichßten Schätzen
Der Fürsten Zelt Ja Ehr vnd Welt.
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