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1640

9.Auff den Sontag deß flüchtigen Messias/ oder nach der Beschneidung Jesu. Math. 2.

Andreas Gryphius

In dem das zarte Kind in sanfftem Schlaffe lieget Vnd Joseph ohne Sorg' in dem der Bluthund wacht Vnd rasend doch voll Furcht nach würge Schwerdten tracht Ja schon durch sein Befehl der Friedens-Fürst bekrieget;

Schaut Gott der weise Gott der aller Sinn obsieget Auff dieses Feindes Ranck von seinem Thron vnd lacht. Auch fährt sein Engel ab der bey noch stiller Nacht Den Joseph weichen heist eh'r als der Gri i sich rüget.

Stößt schon das wilde Volck der blinden Juden Land Den eignen Köng auß; muß dennoch Nilus Strand Vnd Pharos prächtigs Reich ihm zu Gebotte stehen. Drumb zag ich nimmermehr vor meiner Feinde Macht

Wenn der so nimmer schläfft noch schlummert vor mich wacht Weiß ich wenn wie wohin vnd wem ich sol entgehen.

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