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1640

8.An Eugenien

Andreas Gryphius

Wenn meine Seel in Euch mein Licht? wie kan ich leben? Nun das verhängnüß mich so ferne von euch reißt. Wie kan ich frölich seyn wenn jhr mir Ewren geist Nicht für den meinen woll't (den jhr gefangen) geben?

Man siht mich hier doch nur alß ein Gespenste schweben. Alß ein verzaubert Bild das sich beweglich weißt Durch frembder künste macht diß was man sterben heißt Kan meine Schertzen wol nicht meine flamm' aufheben.

Klagt euch das Hertze nicht das jhr in bande legt Wie scharff die Geissel sey die meine glieder schlägt Doch nein! es ist zu schwach sein Elend auß zusprechen. Es weiß nichts mehr von mir Es kennt euch nur allein

Es frewt sich seiner Angst vnd wündschet diese pein Der Bande durch ein band das ewig sey zu brechen.

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