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65.An eben Selbige

Andreas Gryphius

Doch grünt die frische Lieb ob Blum und Baum erbleicht Die Liebe die sich mir in einem Krantz verehret Dem Bild der Ewigkeit die durch kein End auffhöret Und keiner Zeiten Grimm ja nicht dem Tode weicht

Ihr keuschestes Gemüth das reinem Silber gleicht Mein Licht hat ihr Geschenck mit Perlen noch vermehret Die wenn das rauhe Saltz der Wellen sich empöret Kein scharffer Schlag der See kein schäumend Fleck erreicht

So bleibt ihr hoher Geist doch rein in trüben Schmertzen Ihr Geist den rechte Treu aus unverfälschtem Hertzen Durch ihrer Seuffzer West in meinen Cörper schickt. Ich wil zwar ihr Gemüth aus dem Geschencke schätzen

Diß Wort doch das sie ließ auf dieses Silber etzen Ist was den Krantz recht ziert und mich allein erquickt.

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