O Blume dieser Zeit! ist wohl ein Wunsch zu finden
Der recht bequem für euch indem die grosse Welt
Sich mit dem Jahr verneut und viel auf Wünschen hält
Und doch nichts wünscht als was mit Zeit und Welt muß schwinden
Eur ewig hoher Geist verlacht was uns wil binden
Und pocht die Eitelkeit die über morgen fällt
Er höhnt die rauhe Noth und lacht was nach uns stellt
Und sucht nicht als durch Gott in Gott sich zu entzünden.
Gott den der in der Zeit euch über Zeit bewehrt
Vergönn euch die nunmehr das dritte Jahr beschwert
Mit diesem so viel Lusst als Drangsal euch betrübet.
Er gönne mir daß ich an eurem Beyspiel seh
Daß wenn er ferne scheint er gleichwol in der Näh
Zu recht-und seiner Zeit auch küsse die Er liebet.