Nicht! klage Rachel nicht! ob gleich dir zarte Reben
Die Kinder deiner Brust in Auffgang ihrer Zeit
Von mehr als grausem Sturm der Schwerter abgemäyt!
Es ist so gantz nicht auß! ach traure nicht! sie leben.
Die Lämblein so ihr Blutt fürs wehrte Lamb gegeben
Sind itzt nach kurtzer Angst vnd kaum erkandtem Leid
In dem besternten Sitz der grossen Herrligkeit
In dem sie Gottes Rath vnd hohes Lob erheben.
O selig wer noch eh der Mund kan Christum nennen
Die Glieder vor ihn gibt wer auß der Mutter Schoß
Die Marter Kron ergreifft vnd tritt ins Himmels Schloß!
O selig wer noch eh er seinen Feind kan kennen
Schon überwunden hat wer eh er Sünde spürt
Vnd eh er weiß was tod von beyden triumphirt!