Man glaubt das Schnee und Lufft auf Bergen stets zu finden
Ob schon der Himmel sich in lauter Gluth verkehrt
Und von der Sonnen Brand die Ströme selbst verzehrt
Auch Chloris vor dem Grimm des Löwen muß verschwinden
Drum habt ihr nun den Leib die Sonn euch wil entzünden
Nun euch der Liebe Flamm in Seel und Hertze fährt;
Erquickung Lufft und Trost auf Bergen itzt begehrt
Und sucht der Sorgen euch im Frischen zu entbünden.
Doch lockt euch ieder nicht auf die gespitzte Höh
Ein Rosen-Berg allein gibt Rath in heissem Weh
Der auf dem Wipffel läst die schöne Nymfe schauen.
Wohl! achtet keiner Müh besteigt was ihr begehrt
Und wo euch auf dem Berg Erfrischung wird beschert
So last uns auffs Gebirg im Sommer Hütten bauen.