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1640

5.Auff die selige Geburt deß Herrn Luc. 2

Andreas Gryphius

Schaue höchster König schaue wie vnmässig mich geschätzet Der ergrimmte Fürst der Erden mit Weh' Ach vnd Angst vnd Leid Schaue wie mich itzt vmbhüllet hat die Nacht der Traurigkeit Schaue wie ich in dem Stalle der Bedrängnis eingesetzet.

Wird denn nicht mein blödes Hertze durch die süsse Freud ergetzet Die von allen Wölkern abnimbt Schrecken Pein vnd Zwang vnd Streit? Werd' in mir doch neu-gebohren. Herr diß ist die rechte Zeit. Weil die Furcht mich hart-bedrängten hat biß auff den Tod verletzet.

Vmb mich blitzt der Himmel Flamme kaltes Zittern fällt mich an. Zeige daß durch deinen Frieden ich nun dem gefallen kan Der daß Er die Welt erschaffen sich so häfftig offt beschweret. Wol! ich seh' er ist versöhnet singt! ihr Engel-Schaaren sing't

Dem sey Ehre der vns Frieden der vns Freude wider bringt Vnd den heissen Zorn außleschet der wie leichte Glutt verzehret.

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