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44.Auf eine Wöchnerin/ unter eines andern Nahmen

Andreas Gryphius

Du auch mein ander Ich du Lust in meinen Schmertzen Mein Seelen Auffenthalt du Spiegel reiner Zucht Die ich bißher umsonst im Kreiß der Welt gesucht Du scheidest und zureist dein Band in meinem Hertzen

Doch nein das Band ist gantz ob schon die Trauer-Kertzen Verlodern über dir und der betrübten Frucht Mein Lieben brennet noch und läst bey deiner Flucht Sich durch die Grabes-Nacht des Todes nicht verschertzen

Ob schon dein Cörper fault dein Leben lebt in mir. Ich irre mein Gemüth ist ausser dir bey dir Indem mein mattes Fleisch verschmeltzt in heissen Thränen. Wie? lässest du mich hier? Wie? giebst du gute Nacht

Indem die Flamme sinckt indem der Fried erwacht? Wie? oder hast du dort wornach wir hier uns sehnen.

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