Du auch mein ander Ich du Lust in meinen Schmertzen
Mein Seelen Auffenthalt du Spiegel reiner Zucht
Die ich bißher umsonst im Kreiß der Welt gesucht
Du scheidest und zureist dein Band in meinem Hertzen
Doch nein das Band ist gantz ob schon die Trauer-Kertzen
Verlodern über dir und der betrübten Frucht
Mein Lieben brennet noch und läst bey deiner Flucht
Sich durch die Grabes-Nacht des Todes nicht verschertzen
Ob schon dein Cörper fault dein Leben lebt in mir.
Ich irre mein Gemüth ist ausser dir bey dir
Indem mein mattes Fleisch verschmeltzt in heissen Thränen.
Wie? lässest du mich hier? Wie? giebst du gute Nacht
Indem die Flamme sinckt indem der Fried erwacht?
Wie? oder hast du dort wornach wir hier uns sehnen.