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1640

40.Auf das Absterben eines Fürstlichen Kindes

Andreas Gryphius

So reist holdselges Kind der unverhoffte Tod Dich von uns hin und macht kaum inner einem Lichte Das liebreichst Ebenbild der Anmuth gantz zu nichte. Ach kaum erhörter Fall! durch rauher schmertzen Noth.

Doch dir ist ewig wohl: der überweise Gott Bricht weil der Winter kommt die schönsten Himmels-Früchte Zu ihrem besten ab: Du schaust sein Angesichte Höchst frölich und verlachst der Erden Tand und Koth.

Was von dir sterblich war wird in der Saate Zeit Der Gruben anvertraut daß zu der Ewigkeit Es herrlich dermahleins in höchster Zier auffblühe. Du warest zu der Cron gebohren. In der Welt

Ist nichts denn Dienstbarkeit die uns gefässelt hält Drum besser daß dich Gott auf seinen Thron entziehe.

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