So reist holdselges Kind der unverhoffte Tod
Dich von uns hin und macht kaum inner einem Lichte
Das liebreichst Ebenbild der Anmuth gantz zu nichte.
Ach kaum erhörter Fall! durch rauher schmertzen Noth.
Doch dir ist ewig wohl: der überweise Gott
Bricht weil der Winter kommt die schönsten Himmels-Früchte
Zu ihrem besten ab: Du schaust sein Angesichte
Höchst frölich und verlachst der Erden Tand und Koth.
Was von dir sterblich war wird in der Saate Zeit
Der Gruben anvertraut daß zu der Ewigkeit
Es herrlich dermahleins in höchster Zier auffblühe.
Du warest zu der Cron gebohren. In der Welt
Ist nichts denn Dienstbarkeit die uns gefässelt hält
Drum besser daß dich Gott auf seinen Thron entziehe.