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38.Auf einer Hoch-Fürstl. Person Absterben

Andreas Gryphius

Mehr denn durchlauchter Geist zureissest du das Band Mit welchem Sterblichkeit umsonst dich sucht zu halten Schwingst du dich Himml auf was ewig zu verwalten Und denckst du nicht an dein in Leid vertiefftes Land?

Rufft Gott der Fürsten Fürst dich sein unschätzbar Pfand Das er der Erden lieh! Jtzt nun die Treu wil alten Nun Redligkeit verblüht und Recht und Lieb erkalten Dorthin wo alles gläntzt im immer-festen Stand.

Blut würd an Thränen statt aus unsern Augn fliessen' Wenn nicht dein Tod die Seel uns aus der Brust gerissen Wie! nenn ich deinen Tod was dich ins Leben führt? Ach Fürst: ich schau wie fern es mit uns leider! kommen

Weil du den Ehren Schmuck mit aus der Welt genommen Der Kirch' und Rath und Schul und Schwerdt und Schild geziert.

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