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1640

37.Grabschrifft eines Hochberühmbten Mannes

Andreas Gryphius

Hier lieg ich nicht mehr Ich ein abgelebte Leichen Ruht vnter diesem Stein der Geist der Erd' vnd See Vnd Sternen durch gesucht Sucht nunmehr in der höh' Die ewig' Ewigkeit die hier nicht zuerreichen.

Die welt hat nichts als dunst was lebt muß stracks erbleichen: Die wissenschaft ist wahn die schönheit: leichter Schne' Der Adel frembde Pracht. Zeigt etwas das jtzt steh' Vnd nicht dem rawen grim der zeitten müsse weichen.

Mein gutt mein stand ist hin kein Freund weiß mehr von mir Mein Ruhm hat auch sein grab man läst doch alles hier Vmb daß jhr Menschen pflegt was Ewig, zuverlieren. Diß was jhr leben nennt' jhr sterblichen ist todt

Was jhr für todt anschaw't ist leben sonder noth. Die welt muß in die grufft die grufft zum Himmel führen.

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