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1640

37.Auff das Fest der Heiligen Dreyfaltigkeit Rom. II. Joh. 3.

Andreas Gryphius

O Reiche Wissenschafft! wer kan die Kunst ergründen Durch die man Gott erkenn't mag dieser Augen-Licht Bergreiffen seine Weg erforschen sein Gericht? Wird man deß Herren Sinn durch vnser Sinnen finden?

Vns muß Verstand vnd Geist vor seinen Wercken schwinden: Wir wissen was die Erd vnd was sie einschleust nicht: Wer sol verstehn was Er von seinem Himmel spricht. Wie Wasser Glaub vnd Geist vns ledig macht von Sünden.

Dem Vater der vns schuff dem so am Creutz erhöht (Als Mosis Schlang) vns heckt dem so von beyden geht Vnd durch die Neu-geburt vns in das Leben führet: Den nie kein Hertz erkant dem Niemand rath ertheilt

Der unser Seel erhält vnd vnser Schwachheit heilt Sey' ewig Lob vnd Ehr die einig Ihm gebühret.

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