Du forderst Herr von uns zum Neu-Jahr dein Geschencke
Das du auf kurtze Frist uns und der Welt vertraut.
Nimm den! Ich laß es hin; es hat die Welt geschaut
Und wie sich in der Welt ein Mensch in Schmertzen kräncke.
Es schaut nun freudig an wie lieb reich Gott bedencke
Den Er durchs reine Bad abwusch wofür ihm graut
Dem Er ein Grab allhier und dort ein Schloß auffbaut
Und zu sich rufft daß Er sich nicht von Ihm ablencke.
Zeuch hin! zeuch frölich hin! Ob schon mein Hertze bricht
Beklag ich liebstes Kind doch deinen Abschied nicht
Weil dir weit besser ist als ich je wüntschen können.
Du forderst grosser Gott diß werthe Pfand von mir;
Ich weigre ferner nicht. Wolan es zeucht zu dir:
Was wirst hergegen du mir vor ein Neu-Jahr gönnen?