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1640

31.Auff de Tag Allerheiligen. Matth. 5.

Andreas Gryphius

O Selig wer recht arm auff Christum einig trauet! Sein ist der Himmel reich! O selig dessen Muth Vol sanffter Geister ligt! sein ist der Erden Gutt. O selig dem hier stets vor schweren Straffen grauet

Der nichts als klagen kan! Gott der sein Elend schauet Wischt endlich von ihm ab die herbe Thränen Fluth! O selig den nur dürst in allem was er thut Nach recht vnd heilig-seyn der nur auff Tugend bauet!

Sein Wuntsch wird reichlich voll O selig wehm die Noth Deß Nechsten bricht durchs Hertz! fürwar es jammert Gott Gott den ein reiner Geist' von Angesicht wird kennen Der den so Frieden liebt sein Kind heist vnd sein Haus

Dem auffschleust den man hier jagt vmb die Wahrheit auß Der die man alhier schlegt vnd schmäht wird selig nennen.

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