So vielmahl hundert Jahr von Anbegin der Zeiten
Hofft nicht Judäa nur es hofft die gantze Welt
Dieweil du noch nicht dar in Schuld und Angst verfällt
Auf dich O höchstes Kind! O Fürst der Ewigkeiten!
Wol! nun die Stund ist hier du wilst die Welt beschreiten
Die schwangre Jungfrau hat sich rüstig eingestellt
Wie daß man keinen Ort denn für dich offen hält?
Wie daß dir niemand denn die Wiegen wil bereiten.
Dein Salem das so lang gezagt in Nacht und Sünd
Wird nun du Sonn auffgehst vor deinen Strahlen blind.
Drum läst sie dich im Stall ohn Sorg und Wartung liegen,
Komm werther Gast O komm ich öffne Seel und Hertz
Mein Hertz das für und für der Jammerreiche Schmertz
Und stete Furcht bewegt sey deine liebe Wiegen.