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1640

29.Auf die Geburt seines ältesten Sohnes Christiani

Andreas Gryphius

Willkommen süsses Kind der Mutter höchste Lust Doch die sich schier mit beyder Tod erkäufft Willkommen Kind das weil die Nacht umläufft Mit neuer Freud erquickt des Vatern trübe Brust:

Wie? gleich um Mitternacht ist dir denn nicht bewust Was Mitternacht in der nur Furcht sich häufft: Und Wahn in Angst und Angst in Weh sich täufft: Wie? daß du denn gleich itzt das Leben grüssen must.

Diß ist der Engel Fest die offt bey Nacht erschienen Die führen dich ins Licht mit diesen solst du dienen Dem welcher dich aus Nacht hat in den Tag gebracht Die Engel kommen mit! O daß sie dich begleiten!

O daß sie durch die Welt durch die gesetzten Zeiten Dich führen wo ihr Heer um deinen Schöpffer wacht.

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