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26.Domine! minor sum cunctis miserationibus Tuis!

Andreas Gryphius

Laß alles trawren seyn Hör auff mein Hertz zu klagen. Weil dir der höchste Gott mehr als du je begehrt. Mehr als zu wündschen stund mit reicher Hand gewehrt. Jtzt lach ich aller Noth! jtzt bricht die Lust mein zagen!

Die Angst da schier das Fleisch durch überhäuffte plagen. Den müden Geist ausstieß die wehmutt ist verkehrt In frey vnd frölich seyn was jemal mich beschwehrt Ist als ein trüber dunst vom winde weg getragen.

Wie soll ich höchster Herr! wie soll ich schwaches Kind Erzehlen deine werck die nicht zu zehlen sind Wer ist es doch den du der Gnade werth geschetzet Nicht dieser Thränenbach nicht dieser Seufftzen wind

Nicht mein Gebett verdient die wollust die ich find. Du der du alles bist hast mich der nichts ergetzet.

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