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26.Auff das Fest deß Grossen Abendmahls/ oder Grünen Donnerstag. I Chorinth. II.

Andreas Gryphius

O Höchster Liebe Pfand! O Brunquell guter Gaben! O beste Süssigkeit! O wahres Engelbrodt! O Edle Seelen-Kost die in der höchsten Noth Wil mein verwundtes Hertz vnd siech Gewissen laben;

O Schatz in dem ich mag recht reiche Schätze haben O ewig lebend Fleisch das meinen Leib von Tod O Blutt das mich von Fluch von Blutschuld Ach vnd Kott. Der Sünden ledig mach't: fliht! fliht ihr Hellen-Raben!

Diß vnser Osterlamb geht nur die reinen an! Es nehrt den der sich selbst mit Eyver prüfen kan Es ist der Bösen Gifft der Frommen Stärck vnd Wonne Kom't die ihr irre geht in dieser wüsten Welt

Die Zehrung die sich selbst für eure Noth auffstelt Verdecket Brodt vnd Wein wie Wolcken eine Sonne!

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