Die edle Sonn' ersucht nunmehr Astræens Schalen
Und theilt die Stunden gleich dem Tag aus und der Nacht
Sie bringt mir diese Zeit die mich ans Licht gebracht
Als sie den neundten Theil erreicht mit goldnen Strahlen.
O ewiglichte- Sonn! die du die Himmel mahlen
Die Erden schmincken kanst; die meine Seel anlacht
Die da ich tod in Schuld mich gnädigst lebend macht
Wie werd ich deine Huld und mit was Danck bezahlen!
Hilff daß ich meine Zeit genau und wol abtheil
Gerechtigkeit Ach hilff! Hilff daß ich nimmer feil
Und leben mag an dir wann du wirst Urtheil hegen.
In dessen gib daß ich das Pfand so mir vertraut
Zu deiner Ehr und Nutz der die auf dich erbaut
Mög embsig weil ich hier auf Erden leb' anlegen.