Wenn nicht das Weitzen-Korn ins Grab der Erden fällt
Vnd sich den schnellen Zahn der Fäule läst verzehren.
So kan es keine Blüt' auch keine Frucht gewehren:
Ob es schon Safft vnd Krafft vnd Saamen in sich hält
Doch wenn der Ackersmann die reiche Saat anstellt;
Vnd es dem Boden traut muß eilends sich verkehren
Was Todt vnd unwehrt war. Man schaut die Fetten Aehren
Man schaut der Hälmer Zahl vorkeimen auff die Welt.
So wer sein liebes Fleisch vor Gott nicht auff wil setzen;
Wird was er schonen wil durch höchste Noth verletzen.
Hier gieb verleur vnd laß dort komt es reicher ein.
Wer Christo treulich folgt wer durch Schmach Angst vñ Streiche
Vnd Tod ihm ähnlich wird sol' in dem Freudenreiche
In Ehren Lust vnd Wonn' ihm ewig gleiche seyn.