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1640

22.Auf den Sontag deß grossen Schlangentretters/oder Occuli. Luc. II.

Andreas Gryphius

Der du dich von dem Thron der Ewigkeit begeben Ins Raube-Schloß der Welt die mehr denn feste Macht Mit der der Höllen Fürst der Printz der schwartzen Nacht Sein Rüsthaus hat verschrenckt auff ewig auffzuheben:

Ach schau' in was für Furcht in was für Angst wir schweben. In dem der starcke Feind schier augenblicklich tracht Wie er durch Gri i vnd List durch Wollust Pein vnd Pracht Was du dir selbst erwehlt ihm mache recht vnd eben.

Treib auß du starcker Held treib den Verterber auß Der mordet vnd verstreu't. Zeuch in mein Seelen Haus Vnd laß mich eins mit dir durch Lieb vnd Glauben bleiben Gib daß ich deine Wort vnd gnadenreiche Lehr

Die einig-selig macht mit ernster Andacht hör Vnd was ich höre mög in dieses Hertz' einschreiben!

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