Skip to content
1640

21.Auff den Tag Jacobi deß Apostels. Matth. 20.

Andreas Gryphius

Im Fall du frölich wilt dort bey dem Herren sitzen So nim sein hartes Creutz mit frischem Muth hier auff. Den Lohn trägt niemand weg der nicht durch Schweiß vnd Lauff Das weite Ziel erreicht wehn nicht die Dornen ritzen

Bricht schwerlich Rosen ab du must hier kämpfend' schwitzen. Du must der Schwerdter Gri i du must der Plagen Hauff Den Gall' vnd Wermuth Kelch die rote Marter Tauff Nichts achten wo du trachst nach dieses Berges Spitzen.

Wehm hier der blinde Neid der Welt zu Hertzen geht Wehr fleucht wenns streiten gilt wer nicht die Prob außsteht Wer nicht sein eigen Fleisch vnd stoltzen Geist kan fangen We nicht in Kämpfen sigt wer nicht sein Haupt auffhebt

Je mehr Angst ihn druckt wer nicht auch sterbend leb't Wird nicht deß Glaubens Sold die Ehren Kron erlangen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
21.Auff den Tag Jacobi deß Apostels. Matth. 20. · Andreas Gryphius · Poetry Cove