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1640

16.In Viri Admodum Reverendi Excellentissimi M. Michaelis Ederi

Andreas Gryphius

Im alter dieser welt nun trew vnd lieb erkalt Nun wahre redlikeit vnd tugend will verschwinden Nun man vom Christenthumb schier nichts kan vbrig finden Nun Heilikeit vndt recht vnd Gottesfurcht veralt:

Verdrückt jhr wie ihr mögt die rasende gewalt Die alles vberfelt die starcke macht der sünden. Ihr zeiget was mit Gott die menschen kan verbinden Des Glaubens eigenschafft vnd lebende gestalt.

Ihr lehret das vmbsonst nichts thun vnd alles wissen: Das leiden das Gedult den Himmell auff kan schlissen Vnd das der nicht ein Christ der nicht als Christus libt. Wie selig seid ihr doch weill euch die ehrenkrone

Die wissen nicht allein erlangt für Gottes throne Der Printz der Ewikeit schon würcklich vbergibt.

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