Wer durch das Thor nicht geht wer falsche Weg' erdencket
Vnd hinterwerts einfällt thut als ein Räuber pflegt
Der wüttend vmb sich greifft vnd in die Heerde schlägt
Vnd rasend manches Schaff auß Geitz zu Tode kräncket.
Wer aber zu der Thür sich vnerschrocken lencket
Der ists auff dessen Wort sich iedes Lämblein regt
Der vnverfälschte Gunst zu meiner Heerde trägt
Der führt sie wo das Feld die feiste Weide schencket
So spricht deß Höchsten Sohn der selbst die rechte Thür.
Wer durch ihn eingeht: lebt vnd wird auch für vnd für
Gewüntschte Seelen-Ruh vnd gutte Weide finden.
Wer vor vnd ohn ihm komt thut wie die Wölffe thun
Die würgen weil bey Nacht die müden Hirten ruhn
Vnd wenn der Tag anbricht auß Furcht in eyl verschwinden.