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1640

13.Auff den dritten Ostertag. Luc. 24.

Andreas Gryphius

Wie offt mein Licht wie offt vmbringt mich Angst vnd Weh! Wie offtmals wil mir Trost vnd Glaub vnd Muth zerrinnen? Wie offtmals kan ich mich vor Schmertzen kaum besinnen. Wie offtmals ruff ich schon: mein Leben nun Ade.

Doch wenn mich dünckt daß ich im Elend itzt vergeh Vnd meine daß vor mich kein Mittel zu gewinnen So werd ich deiner Hülff vnd gegenwart recht innen Vnd daß in deine Hand ich eingeschrieben steh:

Denn sagstu wie der Zorn deß Höchsten abgelehnet Wie Gott mit mir zu fried' vnd wie du mich versöhnet. Denn lern ich daß ich Fleisch gleich deinem Fleische sey. Laß wenn ich nichts mehr schau mich deine Wunden schauen

Vnd wenn dem blöden Geist wird vor dem Tode grauen So steh! O höchster Trost der schwachen Seelen bey.

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