Wie offt mein Licht wie offt vmbringt mich Angst vnd Weh!
Wie offtmals wil mir Trost vnd Glaub vnd Muth zerrinnen?
Wie offtmals kan ich mich vor Schmertzen kaum besinnen.
Wie offtmals ruff ich schon: mein Leben nun Ade.
Doch wenn mich dünckt daß ich im Elend itzt vergeh
Vnd meine daß vor mich kein Mittel zu gewinnen
So werd ich deiner Hülff vnd gegenwart recht innen
Vnd daß in deine Hand ich eingeschrieben steh:
Denn sagstu wie der Zorn deß Höchsten abgelehnet
Wie Gott mit mir zu fried' vnd wie du mich versöhnet.
Denn lern ich daß ich Fleisch gleich deinem Fleische sey.
Laß wenn ich nichts mehr schau mich deine Wunden schauen
Vnd wenn dem blöden Geist wird vor dem Tode grauen
So steh! O höchster Trost der schwachen Seelen bey.