Der Mutter enger Leib hilt erstlich dich gefangen
Als deine Seele ward in Fleisch vnd Bein verstrickt:
So bald du dieses Licht das süße Licht erblickt
Bist du in newe Band vnd Kercker eingegangen.
Was ist die grosse Welt? ein Blockhauß da verlangen
Vnd Angst vnd schwere noth mit strängen fesseln drückt
Wenn vns der freye Todt auß diesen Ketten rückt
Denn nimbt die grufft in Hafft die gantz erblaßten wangen.
Waß ist die Freyheit doch die nirgend wird gefunden
Du bist eh' als du bist vnd weil du bist gebunden
Du bindest dich selb-selbst in Furcht vnd Sorgen eyn.
Doch! wer mit schnellem geist kan durch die Wolcken rennen
Vnd stricke die verlust vnd hoffnung würckt zutrennen;
Kan ob jhn Diamant gleich bünde freye seyn.