Welt Ade! mein Ziel ist kommen
Nunmehr poch ich Fleisch vnd Tod.
Von Schmertz Hoffen! Ach vnd Noth
Hab ich Abschied nun genommen!
Weg du Schatten kurtzer Zeit!
Mich küsst itzt die Ewigkeit.
Leiden Vnmuth Drangsall Plagen
Must ich in dem Blockhaus tragen
Nun hat Gott mich angeblicket.
Vnd mit steter Lust erquicket.
Ach! was spür ich hier vor Wonne!
Irr ich; Träumt mir! wie ist mir!
Bräutigam ach! ko i' ich zu dir!
Gläntz ich heller als die Sonne?
Tret ich nicht mit steiffem Fuß
Was die Hell' erschrecken muß
Kan weil Worte mir gebrechen
Ich mein eigne Freud außsprechen
Was fühl ich vor neues Leben!
Welche Macht wird mir gegeben?
Herr! den ich nun recht anschaue:
Von Gesichte zu Gesicht:
Der du ein selbwesend Licht
Dem ich nicht mehr hoffend traue
Der du mich so wehrt geschätzt
In mit vnd durch dich ergetzt!
Vor dir beug ich Knie vnd Hertze
Vnd bekenne daß mein Schmertze
Durchauß dieser Lust nicht gleiche
Die ich vnverdient erreiche.
Süsses Wohn-Haus höchster Ehre!
Platz der heiligen Libligkeit!
Da ich fern von Weh' vnd Streit!
Nichts als jautzend Lachen höre.
Hoffstadt ewig sichrer Ruh
Liebstes Vaterland glück zu!
Reine Geister die entbrennet
Von dem Licht daß ihr erkennet:
Rühmt mit mir den der vns Leben
Vnd vnsterblich Ehr kan geben.
Wonne! Wonne über Wonne!
Gottes Lamb ist vnser Sonne;
Freude Freud' ohn alles Leiden!
Niemand kan von Gott vns scheiden.