O Fewer wahrer lieb! O brun der gutten gaben!
O Meister aller kunst! O Höchste Heilikeit!
O dreymall grosser Gott! O lust die alles leid
Vertreibt! O keusche taub! O furcht der Hellen raben!
Die ehr das wüste meer mit bergen rings vmbgraben
Ehr luft vnd erden ward ehr das gestirnste kleid
Dem himmell angelegt ja schon vor ewikeit
Die zwey die gantz dir gleich von sich gelassen haben.
O weisheit ohne maaß; O reiner Seelen gast
O tewre gnaden quell' O trost in herber last!
O regen der in angst mitt segen vns befeuchtet!
Ach laß ein tröpfflin nur von deinem lebens-taw
Erfrischen meinen Geist. Hilff das ich doch nur schaw'
Ein füncklin deiner glutt; so bin ich recht erleuchtet.