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1842

1.

Anastasius Grün

In meinen späten Tagen Was treibst du, altes Herz? Was will dein tolles Schlagen, Dein wonnevoller Schmerz?

Der Maienthau, die Thränen, Die du ins Aug' mir drängst? Was will dieß Frühlingssehnen, Da Herbst es worden längst?

Verstummt sind alle Lieder, Die Wälder stehn entlaubt, Schneeflocken rieseln nieder Aufs Feld und auf mein Haupt.

Gewölke schwer und bleiern Im kalten Luftrevier, Das Thal in Nebelschleiern, – Mein Herz, wie steht's in dir?

Die Sommerfäden wiegen Zerrissen sich im Raum; Mir ist als säh' ich fliegen Von einst den eignen Traum.

Die Schwalben mußten wandern Und all mein Hoffen auch, Verblaßt ist mit dem andern Mein Grün im Windeshauch.

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