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1675–1771

Wechsel- Aria der Galanen und Maitressen.

Johann Georg Gressel

Jhr Jungfern freuet euch Die ihr euch gerne trösten laßt Es hat der Liebe-Reich Jetzt festen Fuß gefaßt.

Ein jedermann Will was er kan Euch weyhn: Eur schöner Schooß

Muß nun auch bloß Vor die Galanen kränckt euch nicht Wir lassen alles willig zu

Schafft daß nur eure Pflicht Befordert unser Ruh Wir sind bereit Zur jeden Zeit

Zur Lust: Doch ingeheim Den Honig-Seim Der Liebe schenckt der Brust.

Wenn schon die trübe Nacht Des Himmels blauen Teppicht deckt Und vor der Sternen Pracht Sich

So kommen wir Zu eurer Thür Um euch: Sammt unser Brust

In voller Lust Zu sehn in Wenn die Bescheidenheit Euch stets in eurem Lieben küßt

Alsdenn zu aller Zeit Jhr unser Gunst genießt. Wir sind vergnügt Wenn ihr nur siegt

Weil wir: Darum gemacht Daß unser Pracht Euch diene zum

Halt Kinders nicht zu weit Verdunckelt nicht der Schönheits-Pracht Hat eure Trefflichkeit Uns nicht verliebt gemacht?

Euch bleibt der Sieg Jm Liebes-Krieg Mit recht: Wir streiten zwar

Doch zeigt sich klahr Daß ihr uns immer schwächt. Ob wir schon Sieger seyn! So kämpfft doch Helden unverzagt

Die Vestung nehmet ein Die euch so sehr behagt. Bestürmt das Thor Und kämpfft davor

Mit Muht: Der Läst euch den Thron Erobern ohne Blut.

Jhr Schönen habt Gedult Eur heisses Wünschen soll geschehn Läst uns nur eure Huld Und Liebe offen stehn:

Wann diese Gunst Die Liebes-Brunst Erhält: So suchen wir

Recht mit Begier Den

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