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1675–1771

Uber ihren Tod.

Johann Georg Gressel

Jhr Augen fließt! laßt häuffig Thränen quillen Als Brunnen zinßt! die Töchter herber Pein Der Zähren-Saltz! laß heisse Perlen seyn Fließt Augen fließt! nichts muß die Thränen stillen

Beweint den Tod der lieblichen Stellt alle Lust und alle Freude ein Der Himmel selbst verdeckt den hellen Schein Und will in Flor sein schönes Haupt verhüllen.

Ich bin halb todt vor Schmertzen sterbe ich Mein Hertze ist mit ihren Leib begraben Nichts als nur Leid und Quählen küsset mich Mit Jammer muß ich meine Geister laben:

Denn alle Lust ist aus der Welt entwichen Nachdem mein Licht

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