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1675–1771

Man wünschet einem Glück zu der erhal- tenen Liebste.

Johann Georg Gressel

Der Himmel heitert sich nach langen Blitzen aus Und auf das Donnern folgt ein helles Sonnenscheinen Das Glücke lacht zuletzt nach ausgestandnen Strauß Und ein erfreut Gesicht beschleußt das lange Weinen.

Nach denen Fasten bricht die Oster-Woche an Darinn ein Jubel-Fest die treuen Seelen halten Die ihren Lauff gehabt auf einer Dornen Bahn Und mehr denn offt gemeynt sie müsten nun erkalten.

Der Sommer süsser Lust bricht nach dem Winter ein Und das erstorbne Feld bekommt ein neues Leben Die Blumen zeigen an des Himmels Gütig-seyn Sie wollen dessen Gunst durch ihren Glantz erheben.

So kehrt sein Un-stern sich auch in ein nenes Glück Selbst das Verhängniß will ihn jetzt mit Wollust krönen Der Himmel liebet ihn er giebt beliebten Blick Sein Wünschen macht er wahr nun trifft ihm ein sein Sehnen.

Denn seiner Augen-Lust des Hertzens halber Theil Macht seine Freude voll sie häuffet sein Vergnügen Die Seelen-Wunde ist nun aus dem Grunde heyl Sie lässet ihn mein Freund die harte Brust befiegen.

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