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1675–1771

Man will die mannsüchtige Talestris im Bette sehen.

Johann Georg Gressel

Neugierig bin ich nicht doch dieses möchte ich Von Hertzen gerne sehn wie die In ihrem Bette stellt wenn ihr die Lüste kommen Und ein verborgen Feur das Hertze eingenommen;

Ich glaube ihr Gesicht wird dann mit Rosen blühn Die Lippen werden sich mit Scharlach überziehn. Der zarte Busen wird steiff in die Höhe schwellen Und so ein Schwaanen-Bett der süssen Lust vorstellen.

Die angenehme Schooß wird denn voll Feuer seyn Indem daselbsten zieht Die Flammen werden da als wie ein Daran ein lüstern Sinn sich wird erwärmen können.

In diesen Stande wolt’ ich wol Ich wett’ sie ist alsdann noch tausend mahl so schön Als wie sie sonsten ist wenn sich die Lilje leget Um ihre schöne Wang’ und silber Früchte träget.

Doch wozu dient der Wunsch? da es doch nicht geschicht Talestris sehe ich in ihren Bette nicht Wer in den schönen Port sein Liebes-Schiff will lencken Der muß zum Ancker-Gold viel

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