Darf ein verloffner Knecht der offt den Eyd gebrochen Sich bey der Fahnen wol ohn Straffe finden ein? Wird nicht nach Krieges-Recht das Urtheil ihm gesprochen Daß er ein Opffer soll des engen Stranges seyn?
Weil er zu offte schon den festen Eyd zerrissen Und die Barmhertzigkeit des Richters hat verhöhnt Nein! vor den Meyn-Eyd muß er mit den Leben büssen So anders
Doch pflegt ein Erlassen von der Straff auf seine Wacht zu gehn Denn nach den Rechten selbst der Straffe-Last zerfället So auf den Trommel-Schlag sich läst der Sünder sehn.
So mein’ ich Weil mein verloffner Sinn sich zu den Füssen legt Die er als seine Fahn mit aller Lust umpfangen Eh als mein Unbestand den Meyn-Eyd hat erregt.
Soll nun mein leichter Siñ des Meyn-Eyds Strafe schmecken! So thue Mich wird der herbe Tod zu keiner Zeit erschrecken Wenn von so lieber Hand er mir wird angethan.
Kein Strick noch Schwerdt ist Noht die Blitz beseelten Augen Die können Schon meines Lebens-Krafft aus meinen Hertzen saugen Daß mein schon matter Geist fällt wie die Blumen hin.
Kein gifftger Ist zur Bestraffung noht bloß deiner Augen-Strahl Vollzieht und hält zugleich das traurge Hals-Gerichte Und martert meinen Geist mit überhäuffter Quaal.
Wann aber Daß deine Gnaden-Sonn mit hellen Strahl auffgeht So dann mein Und freudig ausgestreckt in vollem Schmucke steht.
Wilt du nun So werd ich Sonnen-Blum ja mehr als Ich werde seyn beglückt vor andern auf der Erden Solt es den
Ich werde auf der Welt des Himmels-Vorschmack spühren Und Ich werde meine Hand nach solchen Früchten führen Wodurch mein mattes Hertz mit Wollust wird erfrischt.
Wird So wird mein matter Geist auf Zucker-Rosen gehn Läst dein erzürnter Sinn des Zornes-Flammen schwinden? So kan ich nach der Nacht den frohen Morgen sehn.
Hier schliesset sich mein Brief hier käumet auf mein Hoffen Daß meine Gewiß mein blöder Geist jetzt hast du es getroffen Denn meine
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