Amalie ein Brief von meiner Hand geschrieben
Eilt mit geschwinden Flug durch Sehnsucht fortgetrieben
Als jene Taube fliegt die
Zu deiner Wohnung hin und wil die Ehr-Furcht zeigen
Die mich verbindlich macht demühtig sich zu neigen
Wo deinen Nahmen zeigt auch meines Feindes Wand.
Weil man die Götter muß mit grosser Ehr-Furcht ehren
So wirst du deinem Knecht als Göttin nicht verwehren
Daß er dem Hand Altar beliebten Weyrauch schenckt
Wie man ihn sonst der Mund und andern Gliedern weyhet.
Was hier in Armuth wird anjetzo ausgestreuet
Zeigt an daß meine Brust allzeit an dich gedenckt.
Hier reich ich nun den Kern der schönsten Räucher-Kertzen
Denn weil dein Nahrungs-Oehl dem starck ent flam̃ten Hertzen
Den kräfftigsten Geruch und süsse Anmuth giebt
So gebe ich es dir zum Opffer deiner Hände
Davor zum Gegen-Gruß mir deines wieder sende
Und laß den Wahl-Spruch seyn:
geliebt.