Jhr Wollust Rosen weicht
Vor meinen Keuschheits-Liljen.
Jhr könnt sie nicht vertilgen
Eur Wesen das erbleicht
Davor wo diese stehn
Da müsset ihr vergehn.
Ob schon die Perl gesteckt
In schwartzen Muschel-Schalen
So kan sie dennoch prahlen
Wenn selbige entdeckt.
Des Demants helle Pracht
Aus rauhen Schlacken lacht.
Und bin ich gleich nicht schön
Prang ich mit keinen Brüsten
Die jedermann gelüsten
So wird es doch geschehn
Daß man der Keuschheit hold
Und nicht der Schönheit-Gold.