Verwegner sey so kühne nicht
Sonst habt ihr nichts zu hoffen
Und wenn euch die Gedult gebricht
Stehn Thor und Thüren offen
Gedenckt bey leibe nicht von mir
Ich hielte nichts von keuscher Zier.
Ein Griff entweyhet meine Brust
Und macht ihr Mahl’ und Flecken
Ich halte nichts von solcher Lust
Und wil sie gern bedecken
Wenn sie im Tuch verborgen liegt
Bin ich in keuscher Lust vergnügt.
Was die Natur mir zugestelt
Das darf ich keinen zeigen
Und der so etwas von mir hält
Muß davon stille schweigen
Sonst wird er als ein Knecht gestrafft
Und aus dem Dienste weggeschafft.
Das was die Liebe heilig heist
Das muß man nicht entehren
Wenn man die Brust entblösset weist
Wil man die Pracht verstöhren
Denn weil sie eine Gottheit ist
Man sie durch einen Vorhang küßt.