Bey diesem Wunder-Bild da fehlet nur der Geist
Nicht prächtige Gestalt und das was Schönheit heist
Das milcherne Gesicht die Seiden-gleiche Wangen
Sieht man voll Lieblichkeit im stoltzen Schmucke prangen.
Die Augen sind ein Pech gesetzet in dem Schnee
Des Busens schöne Frucht die quillet in die Höh;
Doch gönnet uns die Hand nur halb die schönen Früchte
Und zieht das Wunder-Land uns meist aus dem Gesichte
Das Marmor übersteigt und Hertzen brennen macht
Denn offtmahls hat ein Bild ein grosses Feur gebracht.
Kan dieses die
So wird das rechte Bild bald unser Bande lachen.
Die Augen werden seyn zwey Lichter voller Feur
Ein Flammen-reicher Ort ein blitzend Ungehenr;
Die Brüste werden an den Feuer-Bergen siegen
Worinn
Und fehlt hier schon der Geist heist es ein todtes Bild
So ist doch diese Pracht in kein Gedicht verhüllt:
Denn das
Und einer schönen Stadt ist es znm Schmuck gegeben.
Kan man schon ihre Pracht und Schönheit nicht besehn
Dieweil es Glück und Zeit allhter nicht läst geschehn
So will ich doch dis Bild mit höchster Demuth grüssen
Und wie ein Heiligthum in dem Behältniß küssen.