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1675–1771

Er wünschet eine Blume zu seyn.

Johann Georg Gressel

Jhr Florens Meister-Stück Jhr angenehmen Rosen Die ihr das holde Glück In

Daß ihr die weisse Haut Der Vor welcher die Zeitlosen Gleich als beschämet stehn.

Die euch ein warmer Schnee Der zarten Brüste labt Die einen Zur Kühlung bey sich sehn

Seyd doch darauf bedacht Daß gleicher Blätter-Pracht Mit euch mich hülle ein Daß ich mag bey euch seyn.

Euch Götter bitte ich! Verwandelt mich in Blumen In kräfftige In riechende Violen

In prächtige Macht fort verwandelt mich! Laßt Und bey den Brüsten wissen

So lebe ich vergnügt. Wo nicht so soll mein Blut Wie Doch schöne Rosen zeugen

Die sich zu Denn bin ich auch entseelt Bey ihrer Brust vergnügt Weil es das Glücke so gefügt

Daß ich das schöne Feld Der Brust zum Blumen-Bett gekriegt.

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