Wer das schöne Auge kennet
So mein mattes Hertze brennet
Stürtze sich nicht in Gefahr
Sehen mag er’s doch nicht lieben
Sonsten möchte Rache üben
Der der längst sein eigen war.
Nach dem Schatten dieser Schönen
Ehrerbietig sich zu sehnen
Lasse ich noch wol geschehn;
Jhre Schönheit zu verehren
Will ich keinen Menschen wehren
Noch von Ferne sie zu sehn.
Wie zwey grosse starcke Hunde
Selten ohne Biß und Wunde
Können bey einander seyn
So muß auch bey diesem Beine
Der mich lassen nur alleine
Wer die Wunden denckt zu scheun.
Jm verschlossenen Gehäge
Giebt es ungemeine Schläge
Wenn ein Fremder es betritt
Und das Wild gedenckt zu fangen
Was der Herre zuerlangen
Selbsten eyfrig sich bemüht.